Dienstag, 10. September 2013

So kann's in die Pause gehen!


Zufrieden!

Platz 3 in einem richtig starken Starterfeld beim Triathlon in Ratingen! BÄM! 
Damit hätte ich im voraus nicht gerechnet, wenn man sich die Namen in der Starterliste anschaut. Georg Potrebitsch, Simon Jung, Clemens Coenen, Sean Donnelly, Christian Thomas, Sven Bergner,...
Alles Menschen, die was von Triathlon verstehen!
Kurz zum Rennen:
Wetter: Spielte mir in die Karten. Auch wenn sich das Gefühl in meinen Füßen und Händen bei solch kühlen und nassen Verhältnissen immer schnell verabschiedet und das „Laufschuhe anziehen“ ein paar Sekunden länger dauert, als sonst, mag ich es. Buschhütten, Siegburg, Steinbeck! Alles Rennen, in denen das Wetter nicht das tollste war. Aber alles gute Rennen für mich!
Schwimmen verlief recht entspannt (bis auf die übliche Schlägerei auf den ersten 100 Metern...zurückzuführen auf den noch nicht sehr weit vorangeschrittenen Lernprozess einiger weniger ambitionierteren Athleten, die meinen, sie könnten die 1:15/100m durchschwimmen). Nach ca. 12:50 Minuten kristallierte sich schon eine Gruppe heraus, die das Rennen auch bis zum Ende bestimmen sollte. Sean Donnelly, Georg, Simon, Sven, Christian und ich stiegen innerhalb von 10 Sekunden aus dem schönen Ratinger Freibad! Auf dem Rad konnte ich bis Runde 2/4 das Tempo von Simon, Christian und Georg mitgehen. Dann wurde es leider ein bisschen schneller (initiiert durch das „Power Horse Little Georg" ;-) Bis zur Wechselzone konnte ich allerdings den Sichtkontakt halten. Simon lief dann allen davon, gefolgt von Georg, Christian und mir. Schon in der ersten Runde konnte ich Christian überholen und konnte mir den 3. Platz sichern! Ratingen ist und bleibt somit ein gutes Pflaster für mich. Ich hoffe ich kann kommendes Jahr wieder dort starten. Auch wenn ich nichts dagegen hätte, hoffe ich für Georg Mantyk und sein Helferteam, dass das Wetter dann besser wird. Denn die Mädels und Jungs haben sich das redlich verdient! Denn der Spaß bei einem solchen Rennen resultiert nicht alleine aus einer zufrieden stellenden persönlichen Leistung, sondern auch zu einem großen Teil aus den Gegebenheiten vor Ort. Und damit meine ich: Organisation/Atmosphäre/Leidenschaft. Und dafür bekommt der Wettkampf in Ratingen volle Punktzahl von mir!

Platz 1-4 (von rechts)...Glückwunsch...hat Spaß gemacht!
Im Rückblick auf die Saison muss ich sagen: Es verlief vieles anders als geplant:
Ein Sturz beim (leider einzigen) 2. Ligarennen in Berlin. Spontan eingeschobene Wettkämpfe, wie die Mitteldistanz in Hückeswagen und Rennen, auf die ich mich vorbereitet habe, bei denen ich aber dann doch nicht gestartet bin. Dennoch bin ich sehr zufrieden mit der Saison. Highlights waren sicherlich der 3. Platz in Buschhütten, der NRW Liga Sieg in Steinbeck (Einzel und Team) sowie natürlich Ratingen. Aber auch die anderen Wettkämpfe waren „solide“: Die beiden Mitteldistanzen (Platz 11 in einem guten internationalen Feld in Trum und Platz 5 bei den Westdeutschen in Hückeswagen) sowie der Sieg in Siegburg und die 2. Plätze in Hennef und Müsen. Nun freue ich mich aber auf 2 Wochen „kein“ ;-) Sport, bevor ich ganz ganz langsam und quantitativ auf unterstem
Niveau wieder anfange, mich auf die Saison 2014 vorzubereiten! ;-)


Bis zur nächsten Saison und...

GUTE ERHOLUNG!


Donnerstag, 22. August 2013

5. Platz Westdeutsche Meisterschaften Mitteldistanz

Relativ spontan entschied ich mich, in Hückeswagen über die Mitteldistanz an den Start zu gehen. Ein schöner, aber recht anspruchsvoller Wettkampf über die Distanzen 2km Schwimmen, 69km Rad und 20,5km Laufen. Anfangs setzte ich mich mit Markus Hein vom restlichen Feld ab und wir erreichten mit der 2. und 3. schnellsten Schwimmzeit (schneller war nur ein Ligastarter aus der vorherigen Startwelle) die 1. Wechselzone.

4 Arme mit einigem Vorsprung auf dem Weg in die 2. Wechselzone



Markus übernahm am Rad relativ schnell die Führung. Durch eine Teilstreckensperrung führte die Radstrecke nun über 8 Runden durchs „bergige Bergische“. Ich kam erst in Runde 3-4 so richtig in Schwung und konnte wieder auf Markus auffahren und mit einer erneut guten Radleistung (4. schnellste Radzeit) als Führender (aber dicht gefolgt von den später vorne platzierten Athleten) in die 2. Wechselzone einfahren. 

Der erste Platz hielt dann bis ca. Kilometer 4. Obwohl ich einen, für mich zufriedenstellenden Lauf hinlegte (um die 1:25), wurde ich am Ende noch 5. Schade, aber das Maximum rausgeholt. Glückwunsch an die Erstplatzierten Sven Imhoff, Markus Hein und Gunnar Keitzel, die allesamt ziemlich zufrieden sein dürften. ;-)


Nun steht nur noch ein Wettkampf auf meinem Plan, bis es in die Saisonpause geht:
Am 8.9. springe ich in Ratingen über die Kurzdistanz ins Wasser, um in einem richtig guten Feld noch mal zu sehen, was am Ende der Saison noch geht! Ein toller Wettkampf, an dem ich vor 2 Jahren schon mal teilnehmen durfte. Man merkt einfach immer wieder, wenn einer vom Fach (in diesem Falle Georg Mantyk) die Fäden einer solchen Orga in der Hand hält! Good job ;-)

Bis dahin, Marco

Es war mal wieder warm!

Donnerstag, 8. August 2013

FERIEN, oder: "Nix zu tun, aber trotzdem keine Zeit!"

Seit fast 3 Wochen sind nun Sommerferien! Die Zeit im Jahr, in der man das Lehrerdasein am meisten schätzt ;-) Trotzdem kam bisher nie Langeweile auf, was auch der Grund dafür ist, dass ich
nun über gleich 2 Rennen berichten kann:
Kurzes Fazit: 2 Rennen, beide „OK“ (nicht mehr und nicht weniger)! Wer nur vorbeigeschaut hat, um zu checken, ob ich hier irgendetwas außergewöhnliches verkünde (Keine Lust mehr auf Triathlon/Auswanderung nach Usbekistan oder die Teilnahme an einem Bockwurstwettessen), dem dürfte das reichen und den möchte ich auch nicht länger aufhalten. Alle anderen dürfen gerne weiterlesen. ;-)

Mitteldistanz in Obertrum (Österreich)
Vor zweieinhalb Wochen stand für Rabea und mich eine Mitteldistanz auf dem Plan. Inspiriert durch die tollen Strecken und die wohl super organisierte Veranstaltung, entschieden wir uns den Start mit einem kleinen Urlaub zu verbinden. Die Radstrecke versprach traumhafte Ausblicke (soweit man dazu kam, „auszublicken“), damit einhergehend allerdings auch knapp 1000HM auf den 89km. Die 1,9km im Obertrumer See verliefen wenig spektakulär. In dem 25 °C warmen See habe ich es leider schon am Anfang verpasst, den Zug von Christian Ritter und einem Tschechen zu erwischen, wie ich nachher festgestellt habe. Ich befand mich in einer 5er Gruppe mit dem späteren Sieger Massimo Cigana, Swen Sundberg und einigen weiteren schnellen Leuten. Als ich als 1. dieser Gruppe aus dem Wasser stieg, dachte ich zunächst, dass ich auch „first out of the water“ bin. Am Ende wurde ich eines besseren belehrt ;-) 

Ein Novum in der deutschen Triathlonszene: Schmitter neben Mühlnikel in der Wechselzone!
 Rad: Gut, aber nicht überragend und noch in den Top 10 auf die Laufstrecke gewechselt.
Nach dem Debakel von Indeland bin ich das Laufen (im Endeffekt wohl zu) defensiv angegangen, sodass ich die zweite Hälfte des Halbmarathons deutlich schneller gelaufen bin, als die Erste und schließlich als 11. ins Ziel kam. Alles in allem aber ganz zufrieden. Ein unglaublich gut organisiertes Event, wo man in Deutschland schon lange nach suchen muss. Übernachten durften wir im Hotel Mohrenwirt in Fuschl am See, bei dem sportverrückten Jakob Schmidlechner und seinem Team. Ein super Hotel mit netten Leuten. Vielen Dank dafür!


Kindelsberg Triathlon Müsen:
Eine Woche später stand traditionell der Kindelsberg Triathlon in Müsen auf dem Plan. Neben Buschhütten ein weiteres Heimspiel für alle EJOTler. Nach meinen beiden ersten Plätzen 2009 und 2012 und dem 2. Platz 2011 (2010 kein Start, wegen meines Kieferbruchs), gab es natürlich nur ein Ziel: Erneut ein Treppchenplatz. Da Simon mit am Start war, war es nach der bombastischen Vorstellung von ihm in Roth klar, dass er auch hier relativ locker den Sieg holen würde. So kam es auch. Daniel Knöpke lief gegen Ende der Laufstrecke noch auf mich auf, sodass wir zu 2. auf dem 2. Platz ins Ziel liefen. Immer wieder schön! ;-)

Zieleinlauf in Müsen
Seit einigen Wochen macht mir nun eine Schleimbeutelentzündung an der rechten Hacke zu schaffen. Seit 2 Wochen bekomme ich nun Stoßwellentherapie und habe das Lauftraining stark zurück gefahren, was aber gegen Ende der Saison hoffentlich nicht so tragisch ist.

Gestern habe ich mich entschieden, nun noch kommende Woche bei den Westdeutschen Meisterschaften über die Mitteldistanz in Hückeswagen an den Start zu gehen, bevor ich übernächste Woche die Saison wohl mit einem Teamsprint in der NRW Liga beschließen werde. 

So far...

Mittwoch, 17. Juli 2013

Über Taperphilosophien, einen Trainingswettkampf und die 2. Mitteldistanz

Letzten Sonntag bin ich in Hennef über die Sprintdistanz an den Start gegangen, um, als Vorbereitung für kommenden Sonntag noch einmal eine schnelle Einheit unter Wettkampfbedingungen zu absolvieren. Wie viele Triathleten oft und gerne sagen jedoch "aus dem Training heraus". Auch wenn ich diese Formulierung eigentlich nicht mag. Wettkampf ist Wettkampf. Aber: Wettkampf ist das beste Training! Außerdem bin ich der Meinung, dass es bei einem Sprint nur marginal etwas ausmacht, ob man tapert (vorausgesetzt man fährt einen Tag vorher nicht 200km Rad, oder läuft 8x1000m auf der Bahn...ihr wisst, wie ich das meine ;-) Dazu passt ganz gut eine Aussage meines Trainers zur Frage, ob ich in Indeland (s.u.) über die Kurz- oder Mitteldistanz an den Start gehen solle, da ja 2 Tage vorher die Einweihungsparty war und ich dort auch 1,2 Bier trinken wollte: "Starte über die Mitteldistanz und becher dir ruhig mal richtig einen. Bei mir ist das schon mehrere Male richtig gut gegangen. Probier das ruhig mal aus." Ich hoffe das wirft kein falsches Bild auf Dirk. Er ist der beste Trainer, den ich mir vorstellen kann und keine Sorge: Alkoholkonsum steht normalerweise nicht auf seinen Plänen ;-) Das zeigt aber: Es KANN gutgehen, was ein klarer Beweis für die obige These ist, aber sicherlich ist die Chance, dass es gut geht trotzdem höher, wenn man anstattdessen 1 Glas Wasser und einen Kakao trinkt! Ich habe es bei 3,4 Bier an dem besagten Freitag belassen. Trotzdem ging die Mitteldistanz ja bekanntermaßen total in die Hose. Vielleicht hätte ich auf den Coach hören sollen. ;-)

Nun aber kurz zum Rennen letzten Sonntag:
Als ich die Startliste durchgegangen bin, erschien mir nur einer als richtig gefährlich. Und zwar Niclas Bez (zuletzt 16. in der 1. Liga in Düsseldorf). Da er über 5km ca. 1:30 min. schneller läuft als ich, war meine Taktik klar: Rad fahren, als gäbe es kein Laufen mehr. Gesagt, getan. Als 2., hinter Niclas bin ich nach 750m Schwimmen mit einem Rückstand von ca. 20 Sekunden aufs Rad gestiegen. Diesen Rückstand konnte ich nach den ersten 3km, die direkt bergauf führten egalisieren und auch weiter ausbauen. Mit der mit Abstand schnellsten Radzeit wechselte ich mit 55 Sekunden Vorsprung auf die Laufstrecke. Geht man von den geschätzten 1:30 auf 5km aus (s.o.), so dürfte der Vorsprung bis ca. 3,5km halten. Ein Rechenexempel, das aufging. 1,5km vor dem Ziel schoss Niclas an mir vorbei und so siegte er verdientermaßen mit einem Vorsprung von 20 Sekunden. Eine "Niederlage", mit der ich gut leben kann. Starke Radform. Die habe ich nach wie vor. Und die dürfte am kommenden Sonntag auch eine wichtige Rolle spielen:

Freitag geht es mit meiner Freundin ab nach Österreich, wo wir beide am Sonntag über die Distanzen 1,9-88-21 an den Start gehen. Das ganze beim "Trumer Triathlon Festival". Eine, wie die Vorabinfos versprechen perfekt organisierte Veranstaltung, auf die ich mich sehr freue. Die Radstrecke ist gespickt mit knapp 1.000 HM. Ich hoffe, dass es diesmal ein bißchen besser läuft, als in Indeland. Im Anschluss gibts noch ein paar Tage Erholung. Danke dafür schonmal an Jakob Schmidlechner vom "Hotel Mohrenwirt am Fuschlsee".


Bis die Tage!