Donnerstag, 25. Juni 2015

Es kann nur besser werden...!

Endlich! So spät wie nie, startete ich dieses Jahr in die Triathlon-Saison. Jedoch mit der großen Ungewissheit, wie sich der Lauf hintenraus gestaltet. Nach 3 Monaten kompletter Laufpause aufgrund meiner Verletzung am rechten Fuß (s.u.), bin ich nun seit 3 Wochen wieder in Laufschuhen in Köln und Umgebung anzutreffen. Ein ziemlich großer Trainingsrückstand und so gut wie keine schnellen Einheiten führten dazu, dass ich auch etwas „Schiss“ hatte. Normalerweise langweile ich nicht gerne mit solch ausführlichen Rennberichten, wenn es nicht gerade ein Ironman oder vergleichbares ist, aber durch das „Besondere“ dieses Wettkampfes, komme ich nicht drumrum. Vielleicht auch, um mir ein bißchen Frust von der Seele zu tippen.

Motiviert war ich bis in die Haarspitzen, denn es ist dann doch ziemlich schwer, alle Freunde und Bekannten in den letzten Wochen bei ihren zahlreichen Starts in und um Deutschland zu verfolgen, ohne selbst ins Renngeschehen eingreifen zu können.
An Steinbeck hatte ich gute Erinnerungen: 2013 konnte ich in der NRW Liga den Gesamtsieg holen und letztes Jahr gewann ich die Kurzdistanz überlegen mit nahezu konstanten Zeiten, wie in 2013.

Träumen tut man ja gerne, aber wie soll man bitte an solche Ergebnisse anknüpfen, wenn man ein viertel Jahr keinen einzigen KM gelaufen hat!? Sämtliche Hoffnungen wurden dann am Freitag vor dem Rennen begraben, als ich mich mit Magenschmerzen und schlapp auf dem Sofa rumgewälzt habe. Der Start war somit bis kurz vor dem Rennen fraglich. Nach einem Testlauf am Samstag, der zufriedenstellend verlief, konnte es am Sonntag aber dann doch losgehen.

Das Schwimmen verlief erwartungsgemäß: Aus der großen Prügelei konnte ich mich durch flotte erste 300m raushalten und verließ mit der Spitze, als 6. den Dortmund-Ems-Kanal. Und dann: worst case. Der Griff an den Reißverschluss des Neos: „Runterziehen! Geht nicht! Na gut…erst nochmal den Klett am Hals ordentlich lösen…irgendwas hängt da…naja, dann wohl ein bißchen langsamer Richtung Rad laufen…was ist denn da los…Mist…“ Weiteres erspare ich euch. Fakt ist, dass ich ganze 2 Minuten mit Neo vor meinem Rad stand, bis ich schließlich beschloß, dass es ohne Gewalt nicht funktionierte. Als dann ein Stück Neopren durch die Luft flog, öffnete er sich endlich. Weit abgeschlagen von der Spitze begab ich mich voller Wut auf die Radstrecke. Hier konnte ich zwar wieder Boden gut machen, aber meine aktuelle Radform konnte ich leider nicht zeigen (mehr dazu unten). Und dann der Lauf: Ganze viereinhalb Minuten langsamer als letztes Jahr! Mittlerweile bin ich einigermaßen drüber hinweg, aber das war der Punkt, der mir am meisten zu Denken gegeben hat.
Im Ziel endete dieser wettkampfmäßige „Griff ins Klo“ mit einem 22. Platz. Entschuldigungen gab es heute sicherlich genug (Fuß-Schonhaltung, Magenverstimmung, Neo-Problem und daraus resultierende fehlende Motivation). Eins ist klar: Ab nun geht aufwärts mit der Laufform! Die „großen“ Rennen kommen noch und dann werde ich wohl hoffentlich auch wieder zufriedener sein können. Mit einem guten Rennen von Felix, einem etwas enttäuschten Marian und der soliden Leistung von Daniel reichte es zu Platz 7 in der Liga.
Daniel, Felix, Marco, Marian

Gestern (Mittwoch) wollte ich es mir dann doch noch einmal beweisen und startete bei einem 16,6km langen Einzelzeitfahren. Auf der Wendepunktstrecke konnte ich einen Schnitt von 45,4 km/h fahren, was mir dann doch zeigt, dass ich mehr drauf habe, als die Radleistung, die ich in Steinbeck gezeigt habe.

Einzelzeitfahren auf der BH-Waffe!

Bezüglich der Wettkampfplanung ändert sich durch meinen späten Einstieg nun auch so einiges. Meinen Start in Ulm habe ich gecancelt und werde dafür in Sassenberg (Grand Prix) und Hückeswagen (Mitteldistanz NRW Meisterschaft) starten. Auch über den Start „zuhause“ in Müsen freue ich mich.

Und dann darf ich am 5.9. in Gerardmer (Frankreich) über die Mitteldistanz als „Profi“ an den Start gehen. Mit der momentanen Laufform habe ich da absolut gar nix verloren. Dieser Ehre in einem sicherlich sehr starken Feld gerecht zu werden, das ist momentan meine größte Motivation! Nur  
eine Woche später geht’s dann noch zur NRW Meisterschaft über die Kurzdistanz nach Ratingen!

 

Bis die Tage!

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