Donnerstag, 11. Oktober 2012

Aloha!

Nun ist fast eine Woche rum auf der „Insel der Inseln“. Der Körper kommt mittlerweile glaube ich ganz gut mit der Zeitumstellung und vor allem mit den völlig anderen Schlafenszeiten (9 Uhr ins Bett und 5:30 Uhr aufstehen ist hier normal)!


Der Hinflug...
„Sag niemals nie!“ oder „Die Hoffnung stirbt zuletzt!“
Sprichwörter, die uns auf dem Hinweg immer wieder Hoffnung gegeben haben, tatsächlich anzukommen. Zunächst saßen wir 2,5h in der Maschine, die in Frankfurt starten sollte, bis der Captain sich entschieden hat, doch nicht zu starten. Die Reparaturen an der Elektrik würden zu lange dauern. Nach langem hin und her startete unser Hawaiitrip erst am nächsten Tag. Der für 11 Uhr angekündigte Flug verschob sich wieder um 3h nach hinten. Nach der Übernachtung im Hotel ging es aber 24h später endlich los. In San Francisco hatten wir 4h Aufenthalt, bevor wir gegen 22:30 Uhr Ortszeit in Kona ankamen.

Nach einem Begrüßungssandwich und ein paar Stücken Ananas von Hannes, ging es mit unserem Mietwagen zum Hotel. Und hier offenbart sich schon der „Hawaiian Lifestyle“: Stress dürfte hier ein Fremdwort sein. Hier ticken die Uhren langsamer!

Zum Hotel:
Ca. 2 km vom Alii Drive entfernt. Kurz und knapp: Wahnsinns Appartement, direkt am Meer, riesig groß, mit allem, was das (Ami)herz begehrt...2 Badezimmer,mehrere Telefone, Riesenkühlschrank mit integrierter Eismaschine,...hier lässt es sich leben.

Die Atmosphäre hier ist einmalig: Ich glaube man sieht nirgendwo auf der Welt innerhalb einer Woche so viele fitte, absolut durchtrainierte Menschen, wie hier!


Meistens liefen die Morgende der letzten Tage ähnlich ab: Ca. 5:30 Uhr aufstehen (wenn man nicht schon früher wach war) um im Anschluss zu Frühstücken und dabei den ersten Surfern zuzuschauen.
Um 6:30 Uhr waren wir meistens am Pier, um ein paar (Kilo)meter zu schwimmen, Geschenke abzustauben oder einfach nur zu gucken.
Den Tag haben wir genutzt, um uns (zumindest bis gestern) einige Highlights der Insel anzuschauen: Dabei waren u.a.: Eine Bootstour zu einem Schnorchelspot, deren Rückweg wir mit jeder Menge Delfine antraten, eine kleine Wanderung durch tiefsten Regenwald, traumhafte Strände...und: Natürlich die Hochzeit von Daniel und Ellen ;-)




Eben stand der erste „Wettkampf“ an ;) Der traditionelle „Underpants Run“. Ein Muss! Hunderte verrückt verkleideter (bzw. entkleideter ;) laufen ein Kilometer gemütlich über den Alli Drive. Und das EJOT Team „mittendrin, statt nur dabei“


Nun rückt der „Tag der Wahrheit“ unaufhaltsam näher.
Im Vorhinein habe ich mir gesagt: „Unter 10 Stunden wäre schon schön!“. Schön wäre es in der Tat, aber ich muss umso mehr sagen: „Ich bin absolut nicht unzufrieden, wenn ich über der 10h-Marke finishen sollte.“ Die Bedingungen sind wirklich extrem. Nach einem 10-minütigen Lauf kann man hier seine Sachen komplett auswringen! Hinzu kommt, dass weder Rad- noch Laufstrecke flach sind: Die Höhenmeter sind nicht zu unterschätzen. Flach ist es auf der Radstrecke praktisch nie! Starken Wind gab es bisher jedoch noch nicht (abgesehen von dem „normalen“ Wind, der auf dem Queen K-Highway dauerhaft bläst und den man in Deutschland durchaus als heftigen Wind bezeichnen würde). Das Schwimmen im Meer dürfte mir liegen. Auch wenn die Wellen in den letzten Tagen zugenommen haben, komme ich ganz gut damit klar. Genug Salzwasser habe ich auch schon geschluckt, sodass sich der Magen daran gewöhnt haben dürfte! Die Schlägereien auf den ersten 100m sollen unvergleichlich sein. Bleibt nur, sich auf den „Fight“ einzulassen. Denn auch das weiß man vorher. Laufmäßig wird es so oder so ein Kampf werden: Aber ich werde den Kampf gegen die Hitze und den Wind gewinnnen!!!!!

 
So steil ist es auf der Radstrecke nicht! ;-)

Gleich geht’s noch für anderthalb Stunden auf den Highway und dann darf das Rennen so langsam kommen. Ich freue mich drauf und bin momentan noch relativ entspannt.
Kalli Nottrodt (13 facher Hawaiistarter) sagte vorgestern sehr treffend:
„Eigentlich ist es nichts anderes, wie jeder andere Triathlon. Man muss nur Schwimmen, Radfahren und Laufen.“ Lasst es uns anpacken!!!

Bis „nach dem Rennen“! Marco


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